Über Burkina-Faso-Initiative Belm e. v.

Die Burkina-Faso-Initiative Belm ist ein 1993 gegründeter, gemeinnütziger Verein der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit. Gefördert werden Selbsthilfeprojekte in Burkina Faso (Westafrika).

OP-Projekt planmäßig gestartet

Mit den ersten Operationen im Schiphra-Krankenhaus in Ouagadougou ist das OP-Projekt am Montag, 20. Januar, angelaufen. Das Team aus Ostercappeln war am Freitag in Burkina Faso eingetroffen und hatte das Wochenende dazu genutzt, Materialien zu sichten (Foto) und sich an das afrikanische Klima zu gewöhnen. Tagsüber wird es derzeit bis zu 35 Grad heiß.

Impressionen OP-Projekt

Mehr über das Projekt auf der Facebook-Seite der Burkina-Faso-Initiative Belm.

Groß ist nach wie vor die Unterstützung für das OP-Projekt. So hat die katholische Jugend aus Ostercappeln 1000 Euro gespendet. Das Geld ist durch die Tannenbaum-Abholaktion zusammengekommen. An dieser Stelle allen Spendern ein herzliches Dankeschön!

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OP-Team reist nach Ouagadougou

Die Spannung steigt: Am Freitag, 17. Januar 2014, bricht das Team um den Ostercappelner Chefarzt Dr. Martin Gerdes nach Burkina Faso in Westafrika auf, um Patienten zu operieren, die sich sonst eine lebensrettende Behandlung nicht leisten könnten.

Seit einem Jahr wird das zweiwöchige OP-Projekt vorbereitet, das in Zusammenarbeit mit der Burkina-Faso-Initiative Belm stattfindet. Die Teilnehmer fliegen von Paris aus in die burkinische Hauptstadt Ouagadougou, wo an einer Partnerklinik ein OP-Saal und andere Einrichtungen zur Verfügung stehen.
Schiphra-Klinik
Außenansicht der Schiphra-Klinik in Ouagadougou.

Das Team aus zwei Ärzten und drei OP-Pflegern des Krankenhauses St. Raphael arbeitet ehrenamtlich. Kosten entstehen für Medikamente, Verbrauchsmaterialien und die Betreuung der Kranken. In den vergangenen Monaten sind dafür Spenden in Höhe von 10000 Euro eingegangen, zum großen Teil von Gruppen und Einzelpersonen aus dem Altkreis Wittlage. Die Burkina-Faso-Initiative hat die Partnerklinik im vorigen Jahr mit Betten und Geräten unterstützt.

Bereits seit Anfang Januar ist Catharina Krüger vom Vorstand des Belmer Vereins in Ouagadougou, um an Ort und Stelle letzte Vorbereitungen zu treffen. Kontaktarzt Dr. Gilbert Bonkoungou hat in Kooperation mit zum Teil abgelegenen Krankenstationen in Burkina Faso Patienten ausgewählt. So konnte sichergestellt werden, dass es sich um bedürftige Menschen handelt. Operiert werden unter anderem Schilddrüsenerkrankungen und Leistenbrüche. Die Voruntersuchungen sind inzwischen abgeschlossen. Bonkoungou war voriges Jahr zweimal in Belm und Ostercappeln, auch um sich mit seinem Kollegen Gerdes fachlich auszutauschen.
Voruntersuchung Bonkoungou
Kontaktarzt Dr. Gilbert Bonkoungou hat die Voruntersuchungen der Patienten inzwischen abgeschlossen.

Das OP-Team ist zehn Arbeitstage im Einsatz. Rund 60 Operationen sind geplant. Nachwuchsärzte können hospitieren und sich so weiterbilden. Martin Gerdes ist Spezialist auf dem Gebiet der Schlüsselloch-OPs und wird sein Wissen weitergeben. Das Projekt ist Teil der langjährigen Entwicklungsarbeit der Burkina-Faso-Initiative Belm.

Spenden für das OP-Projekt

Das OP-Projekt erfährt in diesen Tagen viel öffentlichen Zuspruch und auch finanzielle Unterstützung. Zahlreiche kleinere und größere Spenden sind auf dem Konto der Burkina-Faso-Initiative Belm eingegangen.

Mit 500 Euro trägt der Lions Club Bad Essen Lea Wiehengebirge dazu bei, dass im Januar 2014 Dr. Martin Gerdes und sein Team Patienten in Ouagadougou operieren können (zum Artikel auf noz.de).

Der Lions Club ist durch einen Zeitungsbericht auf das Projekt aufmerksam geworden. „Der einstimmige Beschluss unserer Mitgliederversammlung zeigt, wie gerne wir dieses Projekt unterstützen möchten“, schreibt Club-Präsidentin Gertrud Harmeyer. „Es liegt uns bei den alljährlichen Auslandsspenden sehr am Herzen, dass die Spende auch an die richtige Stelle gelangt. Und genau dieses ist mit der Unterstützung der Burkina-Faso-Initiative sichergestellt.“

Insbesondere für die Untersuchung und Nachsorge der Patienten sind weitere Zuwendungen notwendig.

Spendenkonto bei der Oldenburgischen Landesbank: Nummer 5007505000, BLZ 28020050

Die quirlige Hauptstadt

Das OP-Projekt 2014 findet in Ouagadougou, der quirligen Hauptstadt Burkina Fasos, statt.
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In der Metropole leben über 2 Millionen Einwohner. Mit zunehmenden Bevölkerungsdruck und der Verschlechterung ökonomischer Gegebenheiten kommt es zu einem enormen Ausmaß an Landflucht, die die Stadt immer weiter wachsen lässt. Durch verschiedene Baumaßnahmen und dem Versuch einer Neu- und Umstrukturierung der Stadt, werden neue Stadtviertel erschlossen und viele der immer noch unbefestigten Straßen asphaltiert und ausgebaut.

Trotz des beständigen Fortschritts können die kleinen Erfolge hinsichtlich der Stadtentwicklung nicht über die immer noch zum Teil katastrophalen Zustände alter Stadtviertel und des ausufernden Stadtrandes hinwegtäuschen. Abseits des Stadtzentrums gibt es weder Strom noch fließendes Trinkwasser, meist selbstgebaute, einfache Häuser sowie ein schlechte Infrastruktur.

Geprägt wird das Stadtbild auch durch die unzähligen Mofas, mit denen sich die Bevölkerung fortbewegt und die unzähligen Händler am Straßenrand die, jede erdenkliche Ware zum Kauf anbieten.

Kennzeichnend für Ouagadougou ist andererseits ein enormer kultureller Reichtum. Das Kunsthandwerk blüht, alle zwei Jahre findet in der Stadt das panafrikanische Filmfestival statt.

Die Schiphra-Klinik, das Partnerkrankenhaus des OP-Projektes, liegt am Rande der Innenstadt direkt an einem großen Stausee, der als Trinkwasserreservoir für die Hauptstadt genutzt wird. An den Ufern können kleine Flächen bewässert werden, so dass dort auch in der Trockenzeit Gemüse angebaut werden kann.

Mit dieser Eingabe ist die Klinik auf Google-Maps zu finden: Schiphra Ouaga, Ouagadougou, Centre, Burkina Faso

Dr. Bonkoungou hospitiert in Ostercappeln

Dr. Gilbert Bonkoungou, Korrespondenzarzt des OP-Projektes, hat im Oktober zwei Wochen im Krankenhaus St. Raphael in Ostercappeln hospitiert und sich über Methoden der Schlüsselloch-Chirurgie informiert. Im Austausch mit Chefarzt Dr. Martin Gerdes wurde die Aktion im Januar 2014 weiter vorbereitet.

Gilbert Bonkoungou und seine Frau Madeleine waren zu Gast bei Elisabeth und Heinz Hempen in Belm.

Der Arzt, der am evangelischen Partnerkrankenhaus des OP-Projektes (der Schiphra-Klinik in Ouagadougou) arbeitet, nutzte seinen Aufenthalt, um seinem Kollegen Martin Gerdes über die Schulter zu schauen.

OP Ostercappeln
Das Bild zeigt Dr. Martin Gerdes mit seinem burkinischen Kollegen Dr. Gilbert Bonkoungou (links) und OP-Pfleger Damien Balima.

Er habe viel für seine tägliche Arbeit in Burkina Faso gelernt, sagte der Chirurg. Endoskopische Verfahren (die so genannten Schlüsselloch-OPs) sind in seiner Heimat noch nicht verbreitet. Gerdes ist ein Spezialist auf diesem Gebiet.

Während des OP-Projektes Ende Januar 2014 sollen an der evangelischen Klinik in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou voraussichtlich 60 Patienten behandelt werden.

Das OP-Team für Ouagadougou ist komplett

Das Team steht: Chefarzt Martin Gerdes und Assistenzärztin Anne Scholl fahren mit den OP-Pflegern Damien Balima, Daniel Koppitz und Josef Berg nach Ouagadougou, um dort im Januar 2014 am Shiphra-Krankenhaus zu operieren. Außerdem ist Catharina Krüger vom Vorstand der Burkina-Faso-Initiative Belm dabei. Sie übernimmt die organisatorische Leitung.

Über die Projektvorbereitungen hat Hendrik Steinkuhl in der Neuen Osnabrücker Zeitung ausführlich berichtet (zum Artikel auf noz.de).

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Auf dem Bild (von links): Daniel Koppitz, Martin Gerdes, Damien Balima, Catharina Krüger, Elisabeth Hempen, Anne Scholl und Josef Berg. Foto: Hendrik Steinkuhl